rotkreuz-tageszentrum - "In zukunft brauchen wir mehr solcher orte"

Plaudern mit dem Politiker: Der Besuch von Regierungsrat Alex Hürzeler sorgt für Gesprächsstoff bei den Gästen des Tageszentrums.

 

Regierungsrat Alex Hürzeler besucht das «Tageszentrum Aarau» und nimmt in Augenschein, wie das Schweizerische Rote Kreuz Aargau die Gelder seiner Abteilung «Sonderschulen, Heime und Werkstätten» einsetzt.


Auf den ersten Blick ist nicht bei allen Anwesenden klar, wer zum Personal und wer zu den Gästen gehört. Ein älterer Herr sitzt am Tisch und liest Zeitung, eine wendige Frau bügelt Handtücher, zwei Männer tauschen sich bei Kaffee und Gipfeli über das gestrige Hockeyspiel aus. Erst auf den zweiten Blick sieht man die Krücken, hört man zwischen den Zeilen von der Depression oder merkt, dass das Sprechen nicht mehr so leicht fällt.

 

Aktivitäten, Ämtli, Abwechslung

«Heute Morgen könnt ihr auswählen zwischen der Einkaufstour, Basteln und Gesellschaftsspielen. Um zehn Uhr hat Ruedi einen Physiotermin und um 11.15 Uhr treffen wir uns fürs Turnen. Elisabeth hilft bei der Wäsche und Claudia macht die Salatsauce», erklärt Betreuer Patrick Hagenbuch das Programm und die Ämtliverteilung an diesem Mittwochmorgen. «Ich dekoriere mein Teelicht fertig», verkündet Giuseppe Di Qual und läuft auf seine Krücken gestützt in die Werkstatt. Di Qual kommt bereits seit sechs Jahren drei Tage die Woche ins Tageszentrum Aarau und weiss, wie hier der Hase läuft. «Insgesamt haben wir Platz für 20 Leute pro Tag», erklärt Franziska Arn, Leiterin des Tageszentrums, dem beobachtenden Regierungsrat. Dabei spielt die Beeinträchtigung der Besucher keine Rolle: Hier treffen Personen mit Hirnverletzungen auf Senioren im Rollstuhl und Menschen, welche gerade mit einer Depression kämpfen. Sie alle haben gemeinsam, dass sie primär von Angehörigen betreut werden, denen das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) Aargau so Entlastung verschafft. Für die Betreuung von IV-Bezügern erhält das Tageszentrum dabei einen Beitrag vom Aargauischen Departement für Bildung, Kultur und Sport (BKS).

 

Das B in BKS

«Vielen Leuten ist nicht bewusst, dass das B in BKS nicht nur für Bildung sondern auch für Betreuung steht», erläutert Regierungsrat Alex Hürzeler das Engagement seines Departements. Seiner Meinung nach gibt es im Kanton noch viel zu wenig Einrichtungen wie das SRK-Tageszentrum. «Mit dem demografischen Wandel wird der Bedarf an solchen ambulanten Betreuungsinstitutionen stark zunehmen», ist er sich sicher. Dabei sei der Kanton auf das Engagement von gemeinnützigen Organisationen wie dem SRK Aargau angewiesen. «Dank ihrer langjährigen Erfahrung können solche Institutionen den Leuten unkompliziert weiterhelfen», so Hürzeler. Unkompliziert ist auch das Programm des Tageszentrums: «Alle unsere Aktivitäten sind freiwillig. Die Gäste entscheiden selber, wo sie mitmachen wollen», betont Leiterin Arn und folgt Hürzeler in die Werkstatt.

 

„Man hilft sich und findet Freunde“

Nach dem Finish des Teelichts kommt Di Qual für die Gesellschaftsspiele in den Gemeinschaftsraum. «Gabriella», ruft er der Praktikantin zu, «erinnere mich daran, dass ich Thomas morgen den Ferienprospekt gebe.» Er habe endlich ein «flaches» Hotel für die Italienferien gefunden, erklärt er, und Thomas habe auch eine Gehbehinderung. Die beiden haben sich schnell angefreundet: «Kürzlich beim Spazieren habe ich ihm gezeigt, wie das Barfussgehen am besten klappt», so Di Qual. «Das ist das Schöne hier, man hilft sich und findet Freunde.»   

 

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