vertraut mit bau und büro

 

 

 

Stefan Grunder ist schon 18 Jahre in Eiken zuhause. Jetzt hat er für den Gemeinderat kandidiert und ist stolz auf seine 361 Stimmen, die er bei der Ersatzwahl am 23.Oktober erhielt.

 

Für ihn ist das ein Vertrauensvorschuss und ein gutes Ticket für die Wahl in ein Gremium, das für den Neugewählten vor allem wieder eines braucht: Ruhe, Zuversicht und Konstanz. Aber Grunder will sich lieber mit der Zukunft befassen, als auf die Querelen der Vergangenheit zurückblicken. 

Stefan Grunder ist neu im Gemeinderat Eiken.



Seit er am 31.Oktober sein Amt antrat, geht er im Gemeindehaus aus und ein: Besprechungen mit der Verwaltung, mit den Kollegen im Gemeinderat, mit den Kommissionen, Begehungen – Grunder hat sich mit Verve und Tatendrang in seine neues Amt gestürzt. Hoch- und Tiefbau, Wasser und Abwasser, Energie, Telekommunikation und die Liegenschaften der Einwohnergemeinde – das sind die Zuständigkeiten in seinem Ressort. Er sagt: «Ich muss viel nachholen, die Pedenzenliste ist lang.» «Aber es macht mir sehr viel Spass in einem neuen Team, das sich durch gute Kameradschaft auszeichnet.»

 

Grunder sieht sich beruflich bestens aufgestellt für das neue Amt: Sein Job als Aussendienstmitarbeiter einer Schweizer Versicherung, 23 Jahre macht er diesen schon, verleiht ihm das nötige Verhandlungsgeschick. Zuvor hat er Zimmermann gelernt und auch das kommt ihm jetzt zugute: «Ich spreche beide Sprachen – Büro und Bau.» Und noch etwas: Als Aussendienstmitarbeiter bringt er die berufliche Flexibilität mit, sich selbst bei einem 100-Prozent-Pensum mit den Verwaltungsmitarbeitern zu deren normalen Bürozeiten treffen zu können – nicht selbstverständlich im Milizsystem Gemeinderat, wo das  sonst oft nur am Abend oder den ganz frühen Morgenstunden möglich ist.

 

Grunder bezeichnet sich als «wilden Kandidaten», denn er stellte sich nicht innert der angegebenen Frist zur Verfügung. Er wurde von vielen aus der Gemeinde gebeten, als Gemeinderat zu kandidieren. Er denkt, dass man die Parteipolitik aus der Arbeit besser heraushalten sollte: «Ich bin parteilos und will es auch bleiben», sagt der frühere Präsident des FC Eiken, der dieses Amt über einen Zeitraum von 18 Jahren innehatte.