angehörigengruppe - gemeinsam stark

Stellenleiterin und Sozialarbeiterin Pro Senectute Aargau, Beratungsstelle Bezirk Laufenburg,

Tel. 062 871 37 14,  www.ag.prosenectute.ch

 

Alleine sollte niemand die Demenzerkrankung eines nahen Angehörigen tragen müssen, denn leicht könnte es zu Ausbrennen oder eigener Erkrankung führen.


Nahe Angehörige von demenzkranken Menschen sind einem Wellenbad von Gefühlen ausgesetzt: Trauer, Angst, Sorgen, Wut, Hoffnungslosigkeit und Scham sind nur einige davon. Wer zudem noch Betreuung und Pflege des kranken Angehörigen übernimmt, ist auch einer enormen körperlichen Belastung ausgesetzt. Die ständige Präsenz, ruhelose Nächte, unfruchtbare Auseinandersetzungen und ganz vieles mehr zehren an den Kräften und an den Nerven.

 

Demenz ein dauernder Abschiedsprozess

Zudem ist Demenz ein dauernder Abschiedsprozess, Abschied von Fähigkeiten des geliebten Angehörigen, Abschied von der gemeinsamen Biografie aber auch Abschied von eigenen Aktivitäten. Angehörige, insbesondere pflegende Angehörige, sind durch diese komplexe, vielschichtige Krankheit einer enormen Belastung ausgesetzt. Oft fehlen ihnen dann der Mut, die Zeit und die Kraft, um Unterstützung für sich selber zu suchen. Doch diese Belastung sollte kein pflegender Angehöriger alleine tragen müssen. Unterstützung sein kann beispielsweise eine Selbsthilfegruppe von pflegenden Angehörigen. In diesen Gruppen weiss man, wovon die Rede ist. Alle kennen das Wellenbad der Gefühle, die Trauer des Loslassens, die Grenzerfahrungen, die gemacht werden. Verständnis, Vertrauen, Reden können, gehört und ernst genommen werden, das sind einige der Qualitäten der Selbsthilfegruppen. Ganz wichtig dabei ist auch das gemeinsame Lachen, das Spüren von Kraft und Lebensfreude. Diese Treffen von Angehörigen von demenzkranken Menschen erlebe ich als ein grosses, reiches Geschenk, welches die Teilnehmenden einander machen.

 

Geleitete Gruppe in Frick

Pro Senectute Aargau bietet eine geleitete Gruppe für Ehe- Partnerinnen und –Partner in Frick an, die sich einmal monatlich trifft.

Nächstes Treffen: Montag, 13. März 2017, 10 – 11.30 Uhr.

 

Töchter und Söhne von demenzkranken Menschen treffen sich am Dienstag, 25. April, 19 – 21 Uhr. Voranmeldung für beide Treffen erwünscht. Empfehlen darf ich auch den öffentlichen Vortrag von Frau Dr. med. Irene Bopp-Kistler, Leitende Ärztin der Memory-Klinik am Stadtspital Waid, wird zum Thema Abschiede bei Demenzerkrankung sprechen: Dienstag, 28. März 2017, 19 Uhr, Saalbau Stein.