Allrounder sucht das Spezielle

Martin Hagmann sagt von sich: «Ich lasse mich in keine Schublade stecken.» Nach krankheitsbedingter Pause ist der Fricker Künstler wieder kreativer denn je.

 

Mit Verve will der Zeichenlehrer an der Fricker Bez dieses Jahr ein ganz persönliches Jubiläum feiern: 30 Jahre ist er jetzt schon künstlerisch tätig. «Es wird am Wochenende 20./21. Mai im Schulgebäude eine Ausstellung geben, mit Platz genug für Objekte, die ich bislang gar nicht zeigen konnte», sagt er. Denn Hagmann ist ein vielseitiger Künstler und in Malerei, Skulpturen, Holzbildhauerei und Grafik gleichermassen zuhause. Viele seiner Werke können in einer Ausstellung gar nicht gezeigt werden, sind sie doch schon anderswo fest verankert: So gestaltete er das Kreuz in der reformierten Kirche Frick, erschuf die Skulptur des Sinnespfades Gipf-Oberfrick, kreierte die Stationen des Besinnungswegs auf dem Wittnauer Buschberg. Von ihm stammt das Vitamare-Signet. Und wenn ein neuer Band der Geschichtsdokumentation «Frick – Gestern und Heute» erscheint, dann hat er das Cover gestaltet und auch das Heftinnere künstlerisch bereichert. Man kennt seine Werke sogar in China und den USA.
Er unterrichtet an Fricks Bezirksschule, und das tägliche Unterrichten bereitet ihm grosse Freude. Doch als Ausgleich zum Lehrerdasein und Schulalltag braucht er das eigene künstlerische Schaffen. Signetgestaltung für Unternehmen, Geschäfte, Stiftungen und Vereine übernimmt er gerne. In dem Falle recherchiert er umfassend zum jeweiligen Auftraggeber und bezieht bei Firmen beispielsweise auch die Mitarbeiter mit ein. Er sagt: «Weil ich nicht davon leben muss, kann ich da grosszügig  sein. Wichtig ist nur, dass meine Kunden mit meiner Gestaltung leben können, sie diese gerne betrachten und sich damit identifizieren können.» Martin Hagmann berät Malgruppen und Kunstinitiativen. Er ist offen für Auftragsarbeiten aller Art. Schickt aber eines voraus: «Meine Arbeiten sind doch sehr speziell.»