Bären Bözen - Geschichtsabend mit Eintopf

500 Jahre Gasthaus Zum Bären in Bözen, 8 Generationen Wirtefamilie Kistler und 25-Jahr-Wirtejubiläum von Getty und Hans Kistler – an Auffahrt 25. Mai erfolgt der Auftakt zum Jubeljahr mit dem Feldschlösschen-Sechsspänner.

Geschichte trifft Kulinarik: Getty und Hans Kistler stellen die achte Generation Kistler im Bözer «Bären» dar.
Geschichte trifft Kulinarik: Getty und Hans Kistler stellen die achte Generation Kistler im Bözer «Bären» dar.

Der Name Kistler ist im Jahre 1514 erstmals erwähnt. In jenem Jahr kaufte die Berner Regierung die drei Dörfer unter dem Bözberg, Bözen, Elfingen und Effingen, und im Jahre 1517 errichtete der Berner Rat die Taverne in Bözen, die somit heute auf 500 Jahre ihres Bestehens blickt. Aller Vermutung nach haben die Kistler das Gasthaus im Jahre 1753 käuflich erworben, wie Hans Kistler senior 1992, im Jahr der Übergabe an Sohn Hans, handschriftlich festhielt. Somit liegt das Bözer Gasthaus in achter Generation in den Händen der Familie Kistler, seit 25 Jahren der Wirtsleute Hans und Getty, die bereits die neunte Generationen aufgezogen haben.

Alphörner und gratis Bier
Somit gibt es Anlass genug, gebührend zu feiern. Der Auftakt erfolgt an Auffahrt 25. Mai, an dem Tag, den der «Bären» seit über zehn Jahren mit einem musikalischen Anlass feiert. Etwa um 10 Uhr fährt der Feldschlösschen-Sechsspänner vor. Es gibt gratis Bier. Ab 12 Uhr öffnet die Festwirtschaft, und diverse Attraktionen begleiten den Anlass, darunter die «Silver Birds» und sechs Alphornbläser aus der Gegend jener bernischen Herrschaft, die das Dörfchen Bözen einst für 650 rheinische Gulden vom Ritter Arnold von Rotberg als Belehnter des Bistums Strassburg  erworben hatte.

Historie trifft Kulinarik
«Das 500-jährige Bestehen des Gasthauses wollen wir noch auf eine besondere Art feiern» sagte Hans Kistler dorfaktuell. «Wir arbeiten an der Idee, im Laufe des Jubiläumsjahres kulinarische Geschichtsabende in unserer Bäre-Schür zu veranstalten.» Zwischen Apéro und die nachfolgenden Gänge wird immer wieder ein «mundgerechtes» Häppchen Geschichte von 1514 bis 1753 aufgetischt. Ein Menüpunkt ist ein Eintopfgericht, wie es früher gekocht wurde – Historie trifft Kulinarik.
Drei dieser kulinarischen Geschichtsabende sind bereits fest im Programm. Wie Getty Kistler sagte, seien je nach Interesse weitere solche Abende vorgesehen. Firmen, Gesellschaften, Vereine, aber auch private Gruppen können diesen Geschichtsabend mit Eintopf buchen. Dominik Senn