«Chuepflätter» auf dem Esstisch!

Für uns unvorstellbar, ja sogar eine Zumutung! Oft machen wir uns aber keine Gedanken, dass wir mit unserem Verhalten den «Esstisch» unserer Tiere verschmutzen.

Gerade jetzt, da das Wetter wieder schön und warm geworden ist, sind unsere Bauern voll damit beschäftigt, die Futtervorräte für ihre Tiere einzubringen. Sei dies nun Grassilage oder Heu, offen oder in Ballen gewickelt, bei beiden dieser wertvollen Futterkomponenten ist immer wieder eine sehr unangenehme Nebenerscheinung festzustellen. Das Gras ist teilweise stark mit Hundekot verunreinigt! Und dies nicht nur entlang der Wege, sondern auch weit in die Parzelle hinein. In erster Linie ist es eklig und unappetitlich, doch kann der Hundekot unter bestimmten Umständen auch Erreger beinhalten, die bei den Kühen zu Fruchtbarkeitsstörungen, Totgeburten oder lebensschwachen, teilweise blinden  Kälbern führen. Zudem sind Durchfallerkrankungen und Entzündungen der Muskulatur und der Nerven möglich. Verantwortlich ist ein kleiner, einzelliger, Ende der achtziger Jahre entdeckter und für den Menschen ungefährlicher Parasit namens Neospora caninum, benannt nach einem seiner möglichen Endwirte, dem Hund. Sie nehmen Erreger, der auch in Mäusen und andern Nagern vorkommt, durch das Fressen von infiziertem Gewebe auf. Der Hund ist sowohl Wirt (wird also selber krank) wie auch Zwischenwirt und scheidet den Parasit wieder mit seinem Kot aus. Wenn nun Kühe verunreinigtes Futter fressen, ist die Infektionskette geschlossen.

Problematische Schuldzuweisung
Es gibt viele Gründe, dass eine Kuh ihr Kalb verliert. Häufig sind sie unbekannt oder lassen sich unzähligen andern Ursachen zuordnen. Auch ist der Umstand, dass unsere Hunde hauptsächlich mit hygienisiertem Dosen- oder Trockenfutter ernährt werden, eine grosse Infektionsbarriere. Trotz alledem sind Hunde, und da sind die Hofhunde nicht  ausgeschlossen, weiterhin als eine der Infektionsquellen anzusehen. Mit etwas Rücksicht können Sie als Hundebesitzerin bei ihrem täglichen Spaziergang einen echten Beitrag dazu leisten, dass Hund und Bauer in unserer Landschaft weiterhin gut aneinander vorbeikommen.

Es ist so einfach: Mit dem Robi-Dog–Säckli fördern sie das Tierwohl!