Peter Stockers Traumhäuser

Peter Stocker, der 2011 seine vor über zwanzig Jahren gegründete Firma «stocker architektur» in «artune ag» umgewandelt hat, ist kein gewöhnlicher Architekt. Er vertritt mit Überzeugung die Idee, das Haus müsse sich dem zukünftigen Bewohner anpassen – und nicht umgekehrt.

Architekt Peter Stocker in seinem Traumhaus in Frick, dahinter die von ihm entwickelte Frickberg-Überbauung.
Architekt Peter Stocker in seinem Traumhaus in Frick, dahinter die von ihm entwickelte Frickberg-Überbauung.

«Meine Häuser entwickeln sich nicht vom äusserlichen Design her, sondern wachsen von innen heraus, nach den wahren individuellen Bedürfnissen und Anforderungen der Bewohner.», sagt Stocker.

«Eigens entwickelter Ablauf-Prozess in der Projektentwicklung»
Diese ungewöhnliche Maxime erfordert ein ebenso ungewöhnliches Vorgehen – Stocker hat aus seiner langjährigen Forschungstätigkeit im Bereich Prozess-Management einen eigenen Ablaufprozess entwickelt.
Eines der Kernproblem der üblichen  Abläufe ist ein unreflektiertes und ungenaues Anforderungsprofil. Stocker fügt deshalb eine wesentliche Phase vor die eigentliche Projektentwicklung: Er will die Bauherrschaft spüren, ihre wahren Bedürfnisse erfahren. Das tut er mit so ungewöhnlichen Fragen nach persönlichen Vorlieben, wie: Was heisst für dich Essen? Was heisst für dich Wohnen? Stocker: «Jedermann hat seine ganz individuellen Bedürfnisse und Vorstellungen – es reicht also nicht, den Wohnbereich einfach mit «Wohnen» zu bezeichnen. Persönlich geprägte Bedürfnisse und Träume dürfen nicht durch äussere Umstände verdrängt werden, denn - es soll ja das Traumhaus seiner zukünftigen Bewohner werden und nicht dasjenige des Architekten.»

«Mit Freude zustimmen»
«Mein Ehrgeiz ist es, diese Bedürfnisse zu befriedigen, die Träume Wirklichkeit werden zu lassen – und dies unter steter Berücksichtigung des Budgets», sagt Stocker.
Für den Bauprozess charakteristisch ist, dass die meisten Entscheide auf früheren Entscheiden aufbauen. Diese Tatsache führt oftmals zu viel Stress und Mehrkosten. Stocker lässt sich bewusst zu Beginn des Prozesses viel Zeit, damit die Entscheidungen wohlbedacht und mit Überzeugung gefällt werden. Dafür hat er auch speziell einen Bauleitfaden entwickelt als Entscheidungshilfe für die Bauherrschaft. Dies führt nachfolgend zu maximaler Effizienz bei minimalem Aufwand und absolute Kostensicherheit vor kostenintensiver Planung und Ausführung – ein Vorteil für alle Beteiligten.
Stocker liess seinem früheren Musikstudium das  Architektur-Studium an der ETH Zürich folgen. Nebst der Planung von Häusern und Wohnüberbauungen, beispielsweise die meisten Häuser am Frickberg, wirkt er als Mediator in der Bauwirtschaft und betreibt in seinem Traumhaus eine Kunstgalerie mit Ausstellungen regionaler Künstler, Lesungen und Konzerten.