Krampfadern vom «Chrampfen» oder Krämpfe von Krampfadern?

Ob schwere und geschwollene Beine oder die unter kurzen Hosen hervorschauenden Besenreiser – zu keiner Jahreszeit werden wir uns der Krampfadern bewusster als im Sommer. Diese sind mehr als ein kosmetisches Problem. Aufgrund der Venenschwäche kann es zu Hautverfärbungen, schlechterer Durchblutung der Haut und zu schlecht heilenden Wunden kommen. Das muss aber nicht sein!

Krampfadern (Varizen) sind eine häufige Erkrankung. Je nach Studie leiden 20–50 Prozent der Bevölkerung daran. Häufige Beschwerden sind Brennen, Juckreiz, Schweregefühl, Schwellung und Wadenkrämpfe. Bei fortschreitender Venenschwäche können Hautverfärbungen, Venenentzündungen oder Unterschenkelgeschwüre auftreten. Bei Beschwerden wird eine ärztliche Abklärung der Venenverhältnisse empfohlen. Die wichtigste Abklärung neben der körperlichen Untersuchung ist die spezialisierte Ultraschalluntersuchung.

Verschiedene Therapien
Zur Behandlung stehen verschiedene Therapien zur Verfügung: Kompressionsstrümpfe, Lymphdrainage, «kalte Güsse» und Sport zählen zu den konservativen Behandlungsmöglichkeiten. Die invasive Therapie reicht von Schaumverödung bis zur operativen Entfernung der erkrankten Venen. Bei der Schaumverödung wird eine Flüssigkeit in die Krampfadern gespritzt und die Vene verödet.

Schmerzarmes Verfahren
Das Verfahren ist schmerzarm und gut verträglich. Bei einer Laserbehandlung wird eine Laserfaser in die Vene eingeführt und diese anschliessend mit Hitze verödet. Die Behandlung ist in Lokalanästhesie durchführbar und hinterlässt nur kleinste Narben. Bei der konventionellen, operativen Behandlung werden die erkrankten Venenabschnitte über kleine Schnitte entfernt. Das Therapieverfahren wird stets individuell auf den Patienten abgestimmt.

Am 13. September 2017 findet um 19 Uhr im Spital Laufenburg ein Publikumsvortrag zum Thema statt.