Mein Wille geschehe – Reanimation und Patientenverfügung

Über das Älterwerden und den Tod reden nicht alle gern. Was aber soll mit mir passieren, wenn ich nicht mehr selber über mich und meinen Körper entscheiden kann und wem mute ich dann die Entscheidungen zu?

Eine lebensbedrohliche Erkrankung, ein Unfall oder der langsame Verlust des Gedächtnisses können Ärzte und Angehörige in die Situation bringen, dass wichtige Entscheidungen im Sinne des Patienten getroffen werden müssen, zum Beispiel:
Soll jemand reanimiert und auf der Intensivstation behandelt werden oder ist das der Moment, bei dem man auf die äussersten Massnahmen verzichtet und durch Linderung der Schmerzen ein würdiges Versterben in Kauf nimmt? Möchte jemand künstlich beatmet werden? Wartet jemand nach einem erfüllten Leben schon länger auf das Ende des Lebens und möchte bei einem Infekt keine Therapie mit Antibiotika mehr? Wünscht jemand, bei einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes nicht mehr ins Spital eingeliefert zu werden?
Es existieren viele Möglichkeiten, mit einer Gesundheitsverschlechterung umzugehen, aber kennt ausser Ihnen jemand Ihren Willen? In diesen Situationen für jemand anderen zu entscheiden, kann äusserst belastend sein. Deshalb ist es wichtig, dass wir einerseits alle wissen, was bei einer Reanimation passiert und wie gut die Überlebenschancen sind, und andererseits sollte jeder seine persönliche Haltung gegenüber einer Reamination festhalten und mit seinen Angehörigen besprechen.
Darüber hinaus sollte jeder für sich selbst entscheiden, in welcher Lebenslage welche Massnahmen getroffen werden sollen. Kaum jemand würde mit gutem Gewissen die Behandlung eines Angehörigen ablehnen und ein Versterben riskieren, ausser derjenige hat sich zu Lebzeiten diesbezüglich klar festgelegt. Wie entlastend für Angehörige, wenn sie den Willen ihrer Liebsten kennen und in ihrem Sinne handeln können.

Zum Thema Reanimation, ihren möglichen Folgen und die Möglichkeit, den eigenen Willen in einer Patientenverfügung festzuhalten, findet am Dienstag, 24. Oktober 2017, um 19 Uhr im Spital Laufenburg eine kostenlose öffentliche Publikumsveranstaltung statt.