Wenn der Darm streikt …

Darmträgheit und Verstopfung gehören zu den verbreitesten Verdauungsproblemen der Bevölkerung in den westlichen Industrienationen. Etwa 15% der Erwachsenen klagen über Beschwerden beim Stuhlgang, häufig begleitet von unangenehmen Symptomen wie Völlegefühl oder Blähungen.

Wie funktioniert die Verdauung?
Nach gründlichem Kauen gelangen die Speisen und Getränke über die Speiseröhre in den Magen, wo sie weiter zerlegt werden. Anschliessend werden die Nahrungsbestandteile durch rhythmische Bewegungen der Darmmuskulatur portionenweise in den Dünndarm transportiert. Hier findet die Aufnahme von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweissen statt. Unverdauliche Bestandteile münden zusammen mit Verdauungssäften aus dem Dünndarm, der Bauchspeicheldrüse und der Galle in den Dickdarm. Der durch Bakterien zersetzte Verdauungsbrei wird durch Wasserentzug eingedickt und über den Enddarm ausgeschieden.

Obstipation (Verstopfung)
Von Verstopfung spricht man, wenn der Stuhlgang seltener als dreimal in der Woche erfolgt und der Gang zur Toilette mit Beschwerden wie Schmerzen beim Pressen, das Gefühl der unvollständigen Entleerung oder Bauchschmerzen verbunden ist. Die Häufigkeit ist individuell verschieden und abhängig von verschiedenen Faktoren. Als normal gilt jede Stuhlfrequenz zwischen dreimal täglich und dreimal wöchentlich. Häufig sind die Ursachen nicht krankheitsbedingt, sondern aufgrund sich verändernden Ernährungsgewohnheiten, Urlaubsreisen, Bettlägerigkeit, Stress, Schwangerschaft oder Einnahme von Medikamenten zurückzuführen. Dazu gehören Opiate, Anti-Parkinson Medikamente, Neuroleptika, Antiepileptika und Eisenpräparate.  Bei plötzlicher Veränderung des Stuhlverhaltens, Gewichtsverlust, Appetitverlust oder kollikartigen Bauchschmerzen ist ein Arztbesuch angezeigt.

Behandlung
Wichtig ist die Ursache für die Verstopfung zu eruieren und diese zu beseitigen. Generell wirkt sich ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener ballaststoffreicher Ernährung und genügender Bewegung positiv auf die Darmtätigkeit aus. Nicht immer tritt eine sofortige Linderung der Beschwerden ein. Hierzu gibt es verschiedene Laxantien. Für eine sofortige und kurzfristige Linderung hilft ein Kontaktlaxans in Form von Zäpfchen oder ein Klistier. Um die Darmtätigkeit längerfristig zu regulieren gibt es diverse Präparate auf pflanzlicher Basis wie z.B. OptiFibre® oder Metamucil® Regular Pulver.

Das Team der Löwen-Apotheke-Frick AG freut sich, Sie dazu eingehend zu beraten.
Simone Büeler, eidg. dipl. Apothekerin, Löwen-Apotheke-Frick AG
Hans-Ulrich Rufer, eidg. dipl. Apotheker, Löwen-Apotheke-Frick AG