Ergänzungsleistungen zur AHV und Wohneigentum

Einen Eintritt ins Altersheim ins Auge zu fassen macht oftmals Sorgen, unter anderem wegen den Kosten. Wer soll diese bezahlen?

Die Vorstellung, in einem Altersheim leben zu müssen, löst bei den wenigsten älteren Menschen Freude aus. Nebst den Befürchtungen um eingeschränkte Selbständigkeit und Unabhängigkeit kommen oft Ängste wegen der finanziellen Belastung dazu. Die Ergänzungsleistungen helfen mit, diese Belastungen zu tragen und in der Regel ist ein Altersheimaufenthalt so auch finanzierbar.
Bei einem Alters- und Pflegeheimaufenthalt berechnet die Ergänzungsleistungen die Einnahmen und die Ausgaben und deckt die entstehende Differenz.


Zu beachten sind folgende Punkte:
Die Hilflosenentschädigung wird bei einem Heimaufenthalt zu den Einnahmen gerechnet (nicht so bei zu Hause lebenden Menschen).
Für die Pension und die Betreuung werden maximal
CHF 160.– pro Tag angerechnet. Der Tarif in den beiden Alterszentren Bruggbach in Frick und Klostermatte in Laufenburg liegen deutlich unter diesem Betrag, jedoch gibt es Heime, deren Kosten höher liegen. Dies erfordert eine genaue Abklärung der Finanzierbarkeit mit allenfalls einem Zusatzantrag bei der Wohnsitzgemeinde.
Die selbstzutragenden Pflegekosten von aktuell
CHF 21.60 pro Tag werden von der Ergänzungsleistungen vollumfänglich angerechnet. Die weiteren Pflegekosten werden von der Wohnsitzgemeinde und der Krankenkasse getragen.
Für die persönlichen Auslagen werden monatlich
CHF 370.– angerechnet. Davon sind Ausgaben wie Haftpflichtversicherung, Coiffeur, Körperpflegeprodukte, Kleider, Ausflüge, Geschenke etc. zu begleichen. Sofern überhaupt keine finanziellen Reserven vorhanden sind, ist dies ein sehr knappes Budget.
Bei Ehepaaren wird, sofern ein Ehepartner zu Hause lebt, die Einnahmen aus AHV, Pensionskasse, weiteren Einnahmen hälftig auf die Partner aufgeteilt und dann erfolgt eine getrennte Berechnung, so dass das Auskommen für beide Ehepartner gesichert ist.
Nicht selbstbewohntes Wohneigentum kann zu einer grossen finanziellen Belastung werden, da der Verkehrswert zum Vermögen und der Normmietwert zu den Einnahmen gerechnet wird. Sofern nicht viel liquides Vermögen vorhanden ist, kann dies zu einem hohen Druck für einen zügigen Verkauf führen.

Gerne können Sie sich bei Fragen oder für Beratungen bei uns anmelden.

Eva Schütz
Stellenleiterin Pro Senectute Aargau,
Beratungsstelle Bezirk Laufenburg,
Tel. 062 871 37 14, www.ag.prosenectute.ch