Knusper-Braten vom Holzfeuer

Es gibt ihn noch, den Knusper-Braten vom offenen Cheminéefeuer.
Wo? Im gemütlichen «Ochsen» in Oberzeihen.

Esther Villiger legt in der Gaststube einen Braten über die Glut.
Esther Villiger legt in der Gaststube einen Braten über die Glut.

Die hölzerne Jugendstil-Bauerngaststube von 1895 mit verspielten Wandschablonenmotiven und dem offenen Cheminéefeuer ist das Reich von Gastronomin Esther Villiger. Sie bietet nun im fünften Jahr die unvergleichlichen Bratengerichte vom Holzfeuer an – innen zart vakuumgegart und aussen würzig-knusprig gebraten. Auch klassische Fleischstücke stammen vom Grill: Steaks vom Biorind und Schwein, Lammkoteletten- und sogar Gemüsespiesse, denn angeboten werden auch komplett vegetarische Gerichte. Dazu serviert sie ein Gemüsebouquet, das den Namen Bouquet verdient: mindestens sieben Sorten Gemüse finden sich in verschiedenen Arten zubereitet auf dem Teller.
In der Gaststube steht immer die grosse Tafel mit den aktuellen Angeboten.
Am Donnerstag gibt es ein Viergangmenü, der Salat und das Süppchen zählen bloss als ein Gang! Esther Villiger versteht sich auch auf ungewöhnliche Vorspeisen: Markbeinschiffli vom Holzfeuer, Wildsaucoppa, Cassatelle mit Ricotta, Orange und Safran, Pilzragout mit pochiertem Ei und hausgemachte Wildterrine. Die Weine sind Trouvaillen aus der Umgebung sowie aus Italien, Frankreich und Spanien, darunter der Plamis 2015, ein fruchtig-knackiger Bözer Rheinriesling aus dem Rebberg ihres Gatten. Empfohlen werden auch der Zeiher Apfelcidre von Egon Meier, Spirituosen aus der Region und Käse von Beeler. Freitag, Samstag und Sonntag gibt’s à la carte die knusprigen, innen zarten Braten oder kleinere Stücke über der Glut – lassen Sie sich überraschen.

Hausgemacht und regional
Seien es Amuse bouche, Grissini, Holzofen-Brot, Kartoffelstock, Chnöpfli, Gratin, Glace oder Dessert: Praktisch alles ist hausgemacht. «Ich verwende für meine Küche saisonale, regionale Produkte. Terrinen, Teige, Saucen und Glacen stelle ich selber her. Das Gemüse beziehe ich nach Möglichkeit von Bauernhöfen der Umgebung, das Frischfleisch ist Bio Qualität, die Eier aus Freilaufhaltung aus Oberzeihen», sagt Esther Villiger. Sie legt grossen Wert auf zuvorkommenden Service und liebevolles Anrichten der Speisen. Trotz alledem sind die Preise erstaunlich moderat. «Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt», betont sie.
Die Lage am Fusse des Zeiher Hombergs ist Ausgangspunkt für Rundwanderungen, Spaziergänge und geeignet für Velorundfahrten. Esther Villiger bietet als Mitglied von «Genuss-Strasse im Jurapark» ganzjährig eine begleitete Wanderung ab Linner Linde (Shuttlebus kann organisiert werden) via Sagimülitäli bis zum «Ochsen» an, wo ein regionales Viergangmenü auf die Wanderschar wartet (Anmeldung 14 Tage im Voraus, ab 8 Personen). Es sei der Auftakt für weitere Projekte, um den «Ochsen» als Ausflugsrestaurant zu positionieren, sagt sie. Dieses findet sich auch in den Gourmetführern «Cervelat und Tafelspitz» sowie im «Guide Bleu».

062 876 11 35, info@ochsen-oberzeihen.ch
Geöffnet Donnerstag, Freitag, Samstag ab 17 Uhr, Sonntag ab 11 Uhr