Ergänzungsleistungen und Krankheitskosten

Mit zunehmendem Alter steigen häufig die krankheitsbedingten Ausgaben an. Die Ergänzungsleisten übernehmen teilweise diese Kosten.

Plötzlich sind regelmässige Arztkontrollen erforderlich, Medikamente müssen eingenommen werden oder für die Wohnungsreinigung braucht es Unterstützung. Mit zunehmendem Alter kommen häufig Gebresten, alles wird etwas langsamer und mühsamer. Nebst den Einschränkungen, mit denen umgegangen werden muss, kommen finanzielle Belastungen dazu. Für Menschen mit einem knappen Budget kann dies zu grossen Sorgen führen.
Die Ergänzungsleistungen erstatten nebst den monatlichen Beiträgen auch gewisse dieser Ausgaben zurück. Es sind dies insbesondere Selbstbehalt und Franchise der Krankenkasse (Franchise jedoch nur den Minimalbetrag von CHF 300.–), Zahnarztkosten, Krankentransporte und Fahrten mit dem Rotkreuz-Fahrdienst zu medizinischen Behandlungen, Beiträge an Hörgeräte, Haushalthilfe einer anerkannten Spitex-Organisation (im Wesentlichen sind dies die Spitex und die Pro Senectute). Aber auch an private Hilfen kann ein kleiner Beitrag zurückerstattet werden. Der Eigenanteil, welcher an Spitex-Pflegeleistungen selbst getragen werden muss und vorübergehende Heimaufenthalte gehören ebenfalls dazu. Die Rückerstattung erfolgt gegen Einreichung der Belege und wird maximal 15 Monate rückwirkend gewährt. Bei Zahnarztkosten wird nur eine einfache und zweckmässige Behandlung akzeptiert. Bei grösseren Eingriffen ist die vorgängige Einreichung eines Kostenvoranschlages erforderlich.
Krankheitskosten können bei einem Anspruch auf monatliche Ergänzungsleistungen  zurückgefordert werden. Falls bei der Berechnung des EL-Anspruchs Mehreinnahmen resultieren, wird von den im Kalenderjahr angefallenen Krankheitskosten zuerst dieser Betrag der Mehreinnahmen abgezogen und der Rest zurückerstattet. Bei einem knappen Einkommen kann es also sinnvoll sein, anfangs Jahr eine EL-Anmeldung zu machen, auch wenn gewissen Mehreinnahmen resultieren. Falls bis Ende Jahr die anerkannten Krankheitskosten diesen Betrag übersteigen, besteht Anspruch auf Rückerstattung der Differenz.
Unsere Empfehlung: Bei geringem Einkommen und kleinem Vermögen anfangs Jahr eine EL-Anmeldung machen und alle Belege sorgfältig aufbewahren, damit allenfalls Ende Jahr ein Anspruch an Krankheitskosten geltend gemacht werden kann.
Auskünfte und Unterstützung erhalten Sie bei den Gemeindezweigstellen der AHV und bei Pro Senectute Aargau.
Die Homepage der sva enthält hilfreiche Informationen:

www.sva-ag.ch/private/krankheit-unfall-oder-arbeitsunfahigkeit

Eva Schütz
Stellenleiterin Pro Senectute Aargau,
Beratungsstelle Bezirk Laufenburg,
Tel. 062 871 37 14,
www.ag.prosenectute.ch