Mit Lachen sich selber – und anderen – etwas Gutes tun

Lachen ist und macht gesund. Das weiss Pflegefachfrau Christine Holliger, denn sie gibt in der Freizeit Lachyoga-Kurse.

Pflegefachfrau Christine Holliger weiss um die heilende Wirkung des Lachens in ihren Lachyoga-­Kursen in Frick.
Pflegefachfrau Christine Holliger weiss um die heilende Wirkung des Lachens in ihren Lachyoga-­Kursen in Frick.

«Seit Kindheit lache ich viel. Ich besuche liebend gerne Kabarettaufführungen und heitere Filme», sagt Lachyoga-Lehrerin Christine Holliger. «Als ich einmal ein Lachyoga-Gruppenseminar meiner Schwester in einem Park in Melbourne besuchte, fand ich das Ganze zwar etwas schräg – bis ich beim anschliessenden Gespräche merkte, wie ich mich unmerklich mit sprühender Lebensenergie aufgeladen hatte und mich in der Gruppe fremder Menschen leicht und locker fühlte.»
Ihr Interesse war geweckt und sie hatte das Glück, beim indischen Arzt Dr. Madan Kataria, dem Gründer der weltweit verbreiteten Lachclub-Bewegung, die Ausbildung zur zertifizierten Lachyoga-Lehrerin zu absolvieren und sich in der Folge in Schulungen, Seminaren und Kongressen weiterzubilden.

Strukturierter Kursablauf
Seit über sechs Jahren erteilt Christine Holliger Lachyoga-Kurse für Erwachsene in einem Raum im Meck in Frick, wo sie bis dreissig Personen teilhaben lässt. Mehr geht nicht, denn Lachyoga wird mit Bewegung verbunden, und das braucht Platz: «Der einstündige Kurs ist durchstrukturiert, folgt einem bestimmten Ablauf. Unter meiner Anleitung gibt es eine Einstimmungssequenz mit Atemübungen, Stretching, Tanzen usw., Sprech- und Bewegungs-Rhythmik wie beispielsweise ein <Ha ha ha, ho ho ho> samt begleitendem Klatschen, dann die Lachsequenz im Sitzen, Stehen oder Liegen bei geschlossenen Augen und zum Abschluss Entspannungsübungen, um wieder Bodenhaftung zu erlangen.»

Was bringt einem zum Lachen?
Eine Frage drängt sich auf: Was bringt die Teilnehmenden zum Lachen? Christine Holliger: «Das ist im Kurs das geringste Problem. Es gibt Anregungen und Hilfsmittel, die ich anbiete. Es kann auch eine lustige Erinnerung sein, ein Glücksmoment, ein froh machendes Erlebnis. Es braucht im Grunde keine Lach-Quelle. Ansteckend ist vor allem das Lachen anderer Teilnehmer, denn jeder lacht für sich und auf seine Weise. Bald kann man sich nicht mehr halten vor Lachen …»
Das Schönste an dieser Art Gruppenerlebnis sei, dass sich niemand blamiere oder sich Sorgen mache um sein Aussehen oder Angst habe etwas falsch zu machen. Jede und jeder lache in seinem eigenen Tempo und lege mehr und mehr Hemmungen ab – Lachen als befreiendes positives Erlebnis. «Bei uns hat destruktives Auslachen keinen Platz», sagt Christine Holliger. Das genetisch gegebene Lachen dürfe auch nicht mit Humor verwechselt werden, welcher eine sozialisierte Form des Lachens sei: britischer Humor, schwarzer Humor …

Lachen ist gesund
Der Gewinn beim Lachyoga: der Herz-/Kreislauf wird angekurbelt, der Blutdruck reguliert, das lymphatische System und das Immunsystem gestärkt und der Hormonhaushalt geregelt, so Christine Holliger. «Positive Ergebnisse auf Gesundheit und Wohlbefinden bedingen natürlich regelmässiges Training, in der Gruppe wie im Alltag.» Vor allem psychische Leiden wie Depressionen würden wirksam bekämpft, aber auch physische Beschwerden gemildert. Das Lachyoga-Training findet jeden dritten Samstag von 10 bis 11 Uhr im Meck statt; eine Anmeldung ist nicht unbedingt erforderlich, es wird ein Unkostenbeitrag erhoben. Jedermann ist zum Schnuppern herzlich eingeladen.

Bei Fragen 062 871 71 37, holligerch@gmail.com