Schulstart bewegt

Erinnern Sie sich noch an Ihren Kindergarten- oder Schuleintritt? Das sind entscheidende Schritte in der Lebensgeschichte eines Menschen.

Wer sich an den Kindergarten- oder Schuleintritt erinnern kann, begegnet Gefühlen wie Stolz, Freude, Schüchternheit oder Angst. Und trotz eigentlich bedeutungsvollem Anfang gibt es Erwachsene ohne erste Schultag-Erinnerung. Manche wissen mehr zu erzählen von den Pausen, den Freunden und den Lehrpersonen. Einige Eltern denken dabei auch an Leistungsdruck und Schulnoten. Nicht wenige kennen aus dieser Zeit die einschneidende Erfahrung: «Ich bin nicht gut genug» oder «Ich gehöre nicht dazu.»
Die Lernfreude und das Bedürfnis, dazu zu gehören, bringen Kinder ins Leben mit. Wunderbar! Denn beides trägt zur Potentialentfaltung bei. Vorausgesetzt, Kinder dürfen Persönlichkeiten mit eigenem Entwicklungstempo bleiben. Wenn sie das Gefühl kennen angenommen zu sein, unabhängig von ihrer Leistung, ist das eine der besten Voraussetzungen für eine erfolgreich verlaufende Schulzeit. So baut sich ein starkes Selbstwertgefühl auf und sie fühlen sich zugehörig. Sie erleben sich, vielleicht im Gegensatz zu ihren Eltern, als «gut genug». Kinder mit dem gesunden Gefühl «gut genug» sind ermutigt . Sie behalten ihre Lernfreude. Ermutigte Kinder lernen aus eigenem Antrieb und zur eigenen Freude und weniger, um zu gefallen. Es ist falsch, zu glauben, «gut genug» sei eine minimalistische Lernhaltung. Das Gegenteil ist der Fall. Kinder wollen unbedingt gesehen werden in ihren Bemühungen. Um sich anstrengen zu können, brauchen Kinder Zuwendung. Diese spüren Kinder, wenn Eltern sich Zeit nehmen, sich interessieren und ihnen zuhören.
Mit sechs Jahren werden Kinder heute eingeschult. Oft wird ihnen gesagt:  «Jetzt beginnt der Ernst des Lebens.» Oder «Jetzt gehörst du schon bald zu den Grossen.» Eigentlich stimmt beides nicht. Kinder leben in diesem Alter noch stark im Jetzt.  Was da noch kommt, ist bedeutungslos. Zudem vergleichen sich Kinder immer mit anderen. Also, wer in den Kindergarten oder in die Schule kommt, gehört zuerst einmal zu den Kleinen. So werden sie auf jeden Fall von den grossen Kindern gesehen. Deshalb strahlen Kinder in diesem Alter die Lehrpersonen an. Sie möchten gesehen und beachtet werden und stehen auf Empfang für Sicherheit und Orientierung. Ein klarer Hinweis dafür, dass zum erfolgreichen Lernen starke Beziehungen wichtig sind.
Neuanfänge bewegen Kinder und Eltern.  Es kann sein, dass sich Kinder anders verhalten, als erwartet oder gewünscht. Allerdings nicht, um schwierig zu tun oder ihre Eltern zu ärgern. Die meisten Kinder brauchen zur Bewältigung dieser Herausforderungen vorübergehend mehr Zeit, Sicherheit und Anleitung von ihren Eltern. Wenn Angst oder andere starke Gefühle überhand nehmen, kann schon eine Kleinigkeit ein Kind aus der Fassung bringen. Kritik und Vorwürfe machen das Kind nicht besser. Weil die Eltern ihr Kind am besten kennen, kennen sie auch seine Stärken. Diese gilt es zu fördern. Jetzt braucht das Kind viel Halt aus seinem sicheren Hafen Elternhaus um zu vertrauen, wie schön und gut die Schulzeit für sein Leben wird, ist und bleibt.  
Beschäftigt Sie der Schulstart? Möchten Sie wissen, wie Sie Ihr Kind motivieren und stärken können? Ein Erziehungscoaching macht Eltern sicher und gelassen auf dem langen Weg der Schulzeit. Ich freue mich auf Ihre Kontaktnahme.

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Elterncoaching für starke Beziehungen und freudvolle Erziehung