Von der Sonne geküsst

Wer kennt es nicht, das zu lange Sonnenbad? Manchmal lässt uns die Trägheit, manchmal die Arbeit, im wahrsten Sinne des Wortes verbrennen. Aber weshalb eigentlich und was sind die Risiken?

Was ist ein Sonnenbrand?
Ein Sonnenbrand ist eine Entzündungsreaktion auf eine UV-Bestrahlung der Hautoberfläche. Die Haut wird heiss und rot an den betroffenen Stellen und schmerzt bei Berührung. Sobald tiefere Hautschichten betroffen sind schält sich die Haut und kann sogar Blasen bilden. Die Symptome nehmen bis 48 Stunden nach dem Sonnenbad zu, wobei die Abheilungsphase je nach Schwere des Sonnenbrands 3 bis 7 Tage in Anspruch nimmt.

Gefahr Hautkrebs
Das Risiko bei Sonnenbränden besteht in bösartigen Melanomen, wie dem schwarzen Hautkrebs. Schäden in der DNA von Hautzellen durch UV-Strahlen können eine unkontrollierte Zellvermehrung auslösen. Bemerkbar wird dies als braunschwarzes meist ungleichmässiges Muttermal. Solche Muttermale müssen durch einen Dermatologen begutachtet und entfernt werden. Falls dies nicht früh genug geschieht, können Zellen davon in den Blutkreislauf gelangen. Die im Blut treibenden Zellen heften sich an andere Organe, wachsen als Metastasen weiter, verdrängen gesunde Zellen und fügen diesen durch Nährstoffraub grossen Schaden zu, welcher ganze Organe zerstören kann.

Prävention
Die effizienteste Art der Prävention ist die strikte Meidung der Sonne, vor allem die Strahlung zur Mittagszeit (11 bis 15 Uhr). Man sollte auf Schattenplätze aus sein und dichte Kleidung sowie eine Kopfbedeckung tragen. Da eine komplette Abdeckung jedoch beim Spielen, Wandern oder Arbeiten im Freien schwierig ist, müssen freie Stellen mit geeigneter Sonnencrème geschützt werden. Bei sehr heller Haut empfehlen wir Sonnencrèmes mit Hautschutzfaktor 50, mindestens aber sollte der Faktor 25 verwendet werden.
Aktivitäten wie Schnorcheln oder ein Aufenthalt am Wasser fordern aufgrund von geringer UV-Absorption und hoher Reflexion ebenfalls sehr guten Sonnenschutz.

Sonnenbrand und Medikamente
Bei Einnahme von gewissen Medikamenten kann eine Photosensitivität entstehen; diese verkürzt die Zeitspanne bis ein Sonnenbrand auftritt.

Behandlung – Schulmedizin & Komplementärmedizin
Zentral ist das Meiden der Sonne bis die Symptome abgeklungen sind. Zur Linderung des Juckreizes und der Schmerzen eignen sich kühlende After-Sun Präparate, vor allem Schaumsprays, da diese nicht einmassiert werden müssen. Medikamente gegen die Schmerzen sind Mittel aus der Gruppe der Schmerz- und Entzündungshemmer mit Wirkstoffen wie Ibuprofen. Zusätzlich soll die Einnahme von Vitamin C Symptome lindern. Zur Kühlung bieten sich Schwarztee- oder einfache Wasserwickel an. Weitere Tipps und Tricks erhalten Sie bei uns in der Apotheke.

Melanie Stern, eidg. dipl. Apothekerin
Olivier Kreis, eidg. dipl. Apotheker
Hans-Ulrich Rufer, eidg. dipl. Apotheker
Löwen-Apotheke Frick AG